Heute ist der Bericht vom 6-Stunden-Rennen in der Westfälischen Rundschau erschienen, geschrieben von WR-Reporter Stephan Hahn, der uns über das gesamte Rennwochenende begleitet hat.
Hier der direkte Link:http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/attendorn/2008/7/25/news-64748742/detail.html
Reinoldus-Langstreckenrennen Nürburgring am 21. Juni 2008
Galavorstellung in der "Grünen Hölle"
Am vergangenen Wochenende fand auf dem Nürburgring das Reinoldus Langstreckenrennen statt.
Mit dabei das Elsper Rennsport Team um Thomas Hester. Aber diesmal wurde nicht der
Porsche Cayman CSR eingesetzt, sondern ein Seat Leon Supercopa MK1 in der Klasse der SP3-
Turbofahrzeuge. Der Porsche musste "zu Hause" bleiben, da der Einsatz mangels Fahrer nicht
gewährleistet war. Kurz entschlossen kaufte Porsche-Besitzer Dirk Lehn aus Saulheim
einen Seat Leon MK1 und das Hester-Team zeigte sich für dessen Einsatz verantwortlich.
Bereits Donnerstags Nachmittag fuhr man mit dem teameigenen LKW in die Eifel, da Freitags
noch ausgiebige Funktionstests des Seat anstanden. Zwei Wochen lang bereitete Thomas Hester das Fahrzeug vor, damit auch die Standfestigkeit des 280 PS starken Rennboliden geährleistet war. Schließlich hat die "Grüne Hölle" Nürburgring-Nordschleife ihre eigenen
Gesetze. Die Testfahrten am Freitag verliefen dann auch sehr positiv, so das man voller
Zuversicht in das Zeittraing am Samstag morgen um 8.30 Uhr ging. Doch die Eifel zeigte sich wieder mal von ihrer "Schattenseite": Leichter Nebel und Regen zu Beginn des Qualifying. Mit Regenreifen wurden die ersten Trainingsrunden absolviert. Teilweise lag man auf einem 33. Gesamtrang von 200 Fahrzeugen. Nach einer Stunde trocknete die Strecke langsam ab und die Slicks wurden montiert. Dirk Lehn fuhr eine Runde die Reifen warm und gab dann mächtig Gas. Die Zwischenzeiten waren hervorragend und deuteten auf einen Trainingsplatz unter die ersten drei in der Klasse SP3T hin. Doch dann fand diese tolle Runde ein abruptes Ende. Ein anderer Teilnehmer fuhr ihm ins Auto, und mit einer erheblich beschädigten vorderen Radaufhängung musste der Seat Leon mit dem Abschleppwagen in die Box transportiert werden. Erst gegen 11.10 Uhr bekam die Mechaniker-Crew das Auto in die Finger, und mit einer unglaublichen Reparatur von zwanzig Minuten wurde die komplette Linke Radträgereinheit gewechselt und der Rennwagen für das bevorstehende 4-Stunden-Rennen vorbereitet. Eine Minute nach Schließen der Boxenstrasse, um in die Startaufstellung fahren zu können, wurde man fertig. Also musste aus der Box heraus dem Feld hinterhergestartet werden. Die drei Fahrer, Dirk Lehn aus Saulheim, sowie Marc Zur Nieden und Hemuth Bormann aus Hamburg, waren höchstmotiviert und besonders stolz auf die Mechaniker, die aus einem Unfallwagen wieder ein richtiges Rennfahrzeug hingezaubert hatten. Die Startampel schaltete auf Grün und Startfahrer Dirk Lehn begann mit einer furiosen Aufholjagd. Bereits nach zwei Runden belegte er schon den siebten Platz. Die Performance des Seat war überragend. Nach acht Runden Nordschleife (eine Runde hat ca. 24 Kilometer) übernahm Helmuth Bormann das Volant des Rennwagen. Bormann ist gebürtiger Brasilianer und war befreundet mit Ayrton Senna, der 1994 in der Formel Eins tödlich verunglückte. Souverän spulte er seine Runden ab und das Schlußdrittel des Rennens fuhr Marc Zur Heiden. Auch er bot eine excellente fahrerische Leistung und beendet das Rennen auf einem nicht erwarteten vierten Platz. Teamchef Thomas Hester war natürlich hochbegeistert und schreibt diesen Erfolg dem gesamten Team zu, Fahrern sowie der Technik-Crew. Hester:"Wir waren am gesamten Rennwochenende sehr gut sortiert. Das Zusammenspiel von Mechanikern, Fahrern und Fahrzeug war eine Klasse für sich. Es hat mal wieder so richtig Spaß gemacht!" Das nächste Rennen ist bereits am 5.Juli wieder am Nürburgring. Als Fahrer steht Dirk Lehn bereits fest, doch ist Helmuth Bormann wegen einer Teilnahme an einer Triathlon-Veranstaltung verhindert. Der Golf-Lehrer Marc Zur Nieden kann leider aus
beruflichen Gründen nicht starten, so daß für diesen Lauf zwei andere Fahrer mit Lehn den Seat Leon Super Copa MK1 pilotieren werden. Beim 6-Stunden-Rennen am 19. Juli sind Zur Nieden und Bormann wieder mit "an Bord".